Knysna

Aktuelle Position

Die Lagune mit dem unaussprechlichen Namen KNYSNA haben wir gut und schnell erreicht. Die Einfahrt mit einer 3m Welle zwischen den Steilküsten aus rotem Sandsteinfelsen, vielen Höhlen wie in der Algarve und auch noch einigen Needles am Fahrwasser erforderte eine hohe Aufmerksamkeit.

Bei der  Marina hat die Sinus einen tollen Liegeplatz an einem Ponton direkt am Clubhaus bekommen. Nur von vorbeifahrenden Touristenbooten wurde man beobachtet.

Hinter einer Häuserzeile lag ein sehr gut besuchtes Touristenzentrum, welches wir aber gemieden haben. Am Samstagmorgen sind wir mit der Sinus zu einer Geschwaderfahrt
für 3 Stunden eingeladen worden. Ein Segellehrer mit 5 weiteren Gästen kam an Bord und fing sofort nachdem ich ihm die Pinne übergeben habe, an seine Landsleute zu unterrichten.

Das anschließende Bier war für Sven und mich schon ziemlich hart, da wir immer noch nicht gefrühstückt hatten. Um 16°° haben wir das mit einem Brunch nachgeholt.

Durch das abendliche Barbecue wurden die Tage, in denen kein oder aus Westen wehender Wind,  überbrückt. Nun segeln wir mit halben Wind bei 11kn  und einer langen gemütlichen See zum südlichsten Punkt von Afrika.
Dem Cape Algulhas (150 Meilen).


St. Francis

Aktuelle Position

Sven hat die Sinus uns mich in den Hafen von St Francis gelotst, da er mal wieder richtig ruhig schlafen wollte. Die Entscheidung war gut, da dieser Ort richtig gemütlich und mit sehr freundlichen Leuten und gutem Service war.

Eine saubere Marina mit sehr guten Restaurants haben uns für 2 Tage gefesselt, da der Wind zum Weitersegeln nicht optimal war.

Heute sind wir von Charles, einem Restaurantbesitzer mit zum alten Dorf genommen worden um dort Lebensmittel zu kaufen. Mit kleinen Umwegen hat er uns noch die Kanallandschaft mit den vielen reetgedeckten Häusern gezeigt.
Es ist fast wie auf Sylt. Dünenlandschaften und die sehr gepflegten Häuser laden für einen Urlaub ein.

Heute Nachmittag wurde dann die schwierige Ausfahrt des Hafens von Sven unter Vollgas gemeistert. Die schmale Ausfahrt wurde direkt am Ende der Mole von einer 2,5
Meter hohen Welle überfallen. Da die Ausfahrt nur ca 30 Meter breit ist, musste man aufpassen, dass die Sinus nicht von den Wellen auf Backbord in die Steine geschoben worden ist. Alles hat geklappt.

Nun wollen wir ca 90 Meilen weiter in ein Atoll. Mit 8 Knoten Wind von Achtern und einer querlaufenden 2 Meterwelle geh es mit viel Geräuschen im Rigg langsam voran.

StFrancis


Südlich von Afrika

Aktuelle Position

Hier wird kräftig gekreuzt. Der Wind kommt genau aus West mit 18 Knoten und leichtem Strom gegenan. Dadurch ist die Welle ok.

Gestern durchliefen wir einige Flautengebiete mit sehr kurzer steiler Welle bis zu 3m.
Da musste uns die Maschine vor übergehenden Wasser bewahren.

Nur 20° Temperatur mit 85 % Luftfeuchtigkeit fordern schon wärmende Kleidung.


Port Elisabeth

Aktuelle Position

Mit im Schnitt 10 kn über Grund sind wir nach Port Elisabeth gerauscht. Um 2°° am 1.2. sind wir in den dunklen Hafen eingelaufen und Sven hat die Sinus sicher an einen Ausleger geführt.

Wieder einmal wurde mir bestätigt, warum ich in der Nacht ungern einen Hafen anlaufe. Meine Brille beschlug immer wieder in kürzester Zeit bei über 90% Luftfeuchtigkeit. Monitor und die Umwelt waren für mich nicht zu erkennen.

Heute Morgen wurden wir von einem dichtem Nebel begrüßt, der aber inzwischen von der Sonne aufgefressen worden ist. Heute Nachmittag laufen wir wieder aus, da es hier ziemlich trostlos aussieht und es auch nach Fisch von den eingelaufenen Fischkuttern stinkt.


Wieder auf See!

Aktuelle Position

Am 29.1. um 14.45 wurden die Landleinen von Sven, der mich bis Kapstadt begleitet, losgeworfen. Mit Groß und Genua 2 bei 6-8 kn Wind aus SSO ging die Reise schleppend los.
Langsam drehte der Wind auf NO und nahm zur Nacht ständig zu. Heute Morgen haben wir das Großsegel weggepackt und die 2te Genua 2 als Passatsegel gesetzt.

Nun sitzt Sven wie in der Mukkibude an der Pinne bei 3m achterlicher Welle
und surft bis zu 14 Kn durchs Wasser die Wellen herunter.

Ob wir nach Port Elisabeth rein segeln entscheiden wir erst vor Ort mit dem Wetter.


Weihnachtspause

Der Wettergott hat die Sinus bis Durban begleitet. Der Wetterbericht hat immer gestimmt und so konnte ich die Windänderungen gut aussegeln. Morgens um 8°° Uhr erreichte ich die Küste vor Durban mit gemütlichen 12 Knoten Wind nach 16 Tagen. Ich beschloss, den Abschnitt in die Marina mit einem gemütlichen Frühstück ausklingen zu lassen, da die Starkwindfront erst gegen Mittag eintreffen sollte.

Nachdem ich mich bei der Portcontroll angemeldet hatte, passierte die Sinus viele vor Anker liegende Handelsschiffe. Doch gegen 9°° Uhr wurde ich von der Portcontroll aufgefordert mich zu beeilen, da der Wind schneller aufkommen würde. Also Maschine an und los. Mit der Frage – SINUS don`t you have more Power? – wurde mir klar gemacht, wie ernst die Situation war. Also den Motorhebel auf 3200 Touren und los.

Im Hafenkanal erwischte uns das Sturmtief mit 37 Knoten Wind von vorne. Die Strecke zur Marina war mühsam. Dort wurde mir von anderen Seglern, die schon vor Anker lagen, klargemacht, dass der Hafen besetzt sei. Trotzdem habe ich eine Runde durch die Anlage gedreht und einen freien Platz, der gerade breit genug für die Sinus inklusive der Fender war, entdeckt.

Glücklicherweise konnte die Sinus dort bleiben. Nun hatte ich noch ein paar Tage um Diverses zu organisieren. Der Stadtbesuch hat mich mit den vielen Leuten, dem Lärm, den Gerüchen und den vielen Autos wie ein grosser Hammer getroffen. Dafür bietet die Stadt aber sehr günstige Einkaufsmöglichkeiten.

Der Heimflug war dafür mit mehr Schwierigkeiten gespickt. In Durban mussten alle Gäste nach Johannesburg 2 Stunden warten, da über dem Flughafen von Johannesburg ein Hurrikan zog. Man versprach den Fluggästen in Durban, dass alle internationalen Flüge von Johannesburg 2 Stunden auf die Zubringer warten würden. Also wurden nach der Landung in Johannesburg die Füsse unter die Arme geklemmt und der grosse Flughafen zum nächsten Terminal auf der anderen Seite mit Auschecken beim Zoll in einem sportlichen Zeitfenster passiert. Bei der Ankunft war allerdings kein Flugzeug nach Frankfurt mehr dort.
Mit der Aussage „Was interessiert uns die Aussage von Southafrican Airlines in Durban?“ wurden wir nach 4 Stunden um 01 Uhr Nachts mit einem Shuttle in ein Hotel gebracht.

Zunächst wollte man mir am nächsten Tag klarmachen, dass ich eine weitere Nacht in Durban zu bleiben habe, da mein Sitzplatz in der Nacht nicht gebucht worden sei. Diesen habe ich dann doch mit einigen Druckmitteln bekommen.

Nun wünscht die Sinus und ich allen, die meinen Blogg verfolgen eine schöne Weihnacht und ein gutes Neues Jahr 2016.

Michael


240 Meilen bis Durban

Aktuelle Position

Die grossen Flautenzonen sind vorbei. Die haben auch richtig Zeit gekostet. Die Sinus holpert nun mit 55° am Wind nicht gerade auf Kurs. Das macht aber nichts, da der Wind in den nächsten Stunden langsam gegen Die Uhr von SÜDWEST über Ost auf nördliche Richtungen drehen soll.

Kurz vorm Ziel erwarten mich noch mal 25-30 Knoten aus Nord. Da kann ich mich dann von der Genua ins Ziel ziehen lassen.

Mmmmh- Es riecht gut, das Brot ist gerade fertig.
Fühstückszeit!


Wind

Bis gestern lief es recht zügig. Dann versprach der Wetterbericht für den ganzen Tag Schwachwind und der Wettergott hat dieses auch eingehalten. Zwischen  2 und 8 Knoten. Aber ca  1 Knoten Strom mitlaufend verhalfen mir zu 40 Meilen in 16 Stunden.

Zwischenzeitlich habe ich schön Baden können. Im glatten Wasser waren vom Schiff aus ganz viele verschiedene Fische zu sehen. Mit dem Fischbestimmungsbuch habe ich
auf dem Achterschiff gesessen und versucht den Fischen ihren richtigen Namen zu geben. Dabei waren Makrelen, Maimai, einige ähnlich einem Mondfisch, und ein Rochen, der ordentlich gejagt hat..

Der Wind kam dann gegen 22 Uhr mit 11 Knoten und drehte über Nacht von Süd/Ost auf Nord/Ost.. Zwischenzeitlich mit genau achterlichem Wind habe ich das Großsegel geborgen. Nun wird der Wind heute immer nördlicher werden. Genua 1 und das Groß ziehen die Sinus die letzten 432 Meilen gen Durban.


Frühstück vom feinsten

Aktuelle Position

Heute Morgen um 6°° Uhr gab es das erste Frühstück. Yoghurt mit Müsli.

Vorrätig: Tiefer Teller, Müsli in Plastiktüte, Zucker und frischer Yoghurt im Plastiktopf.

Das Umfeld: Sinus segelt mit ausgebaumter Genua 2 bei ca 3.5 Meter Welle..

Also los geht es:

Teller aus dem Schapp. Müsli-Tüte liegt schon da. Ein gute Tasse voll auf den Teller füllen. Yoghurtbecher aus dem Kühlschrank holen und dabei den Teller festhalten.

Den Behälter öffnen und mit einem Löffel aus der Besteck-Schublade.
Yoghurt auf den Teller umfüllen.

So, dass ist schon mal geschafft. Nun muss der Yoghurtbecher wieder in den
Kühlschrank. Riskiere ich den Teller kurz los zu lassen? Es scheint gerade ruhiger.

Kühlschrankklappe auf und Becher rein. Zu spät!

Der Schein hat getrügt.
In einem eleganten Bogen ist der Teller unter meiner Hand durch auf die Bodenbretter gesegelt..

Gott sei Dank hatte ich diese am Abend vorher gereinigt!

Gezuckert habe ich die Mischung auf den Bodenbrettern nun nicht mehr, aber dann schließlich alles vom Boden mit dem Löffel gegessen.

Anschließend die verstreuten Haferflocken eingefangen und alles wieder gereinigt.

Noch jemand Yoghurt mit Müsli 😉


Madagascar

Aktuelle Position

So eben passiert die Sinus den südlichsten Punkt von Madagascar. Die vergangenen Tage haben alles geboten. Gewitter mit 30 Knoten Wind, Flaute und ständig drehende Windrichtungen, dazu bis zu 4m Welle.

Seit gestern haben wir über 20 Knoten Wind aus Ost/Südost. Ich habe das Großsegel geborgen und die Genua 2 zieht uns mit fast konstant über 7 Knoten Speed an Madagascar vorbei.

Leider kann ich keinen Landfall machen, da der Flieger am 21.12. nach Hamburg in Durban nicht auf mich wartet.

807 Meilen liegen noch bis zur Ansteuerung von Durban vor uns.